Turniere  
 
 
 Mannschaften  
 
 
 Partien  
 
 
 DJK Training  
 
 
 Rund um Schach  
 
 
 Archiv  
 
 
 Downloads  
 
 
 Jugend  
 
 
 Klenkes Cup  
 
 
 DBMM 2012  
 
 
 DJK Open  
 

Schach - alle Weltmeister

 Auf dieser Seite wollen wir die Weltmeister würdig vorstellen . . . .

Robert James Fischer (1972 - 1975)

Robert James „Bobby“ Fischer (geboren am 9. März 1943 in Chicago; verstorben am 17. Januar 2008 in Reykjavík) war ein US-amerikanischer Schachspieler und von 1972 bis 1975 Schachweltmeister. Bereits als 16-Jähriger nahm Fischer am Kandidatenturnier für die Weltmeisterschaft teil, dessen Sieger den Weltmeister herausfordern durfte. Den Titel gewann er 1972 in einem als Match des Jahrhunderts bezeichneten Wettkampf gegen Boris Spasski, nach dem er sich vom professionellen Schach zurückzog. 



Als Fischer 1975 gegen den sowjetischen Herausforderer Anatoli Karpow nicht antrat, entzog der Weltschachbund (FIDE) Fischer den Titel. Es folgte nur noch ein einziger öffentlicher Schachauftritt 1992 in einem privat organisierten Wettkampf gegen Spasski. Daneben machte Fischer vermehrt mit antisemitischen und antiamerikanischen Äußerungen Schlagzeilen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Island, dessen Staatsbürgerschaft er angenommen hatte. Angesichts seiner unbestrittenen Leistungen gilt Fischer als eine der herausragendesten Gestalten der Schachgeschichte. Fischer kam als Kind von Regina Fischer, einer studierten Medizinerin, geboren in Zürich, aufgewachsen in den USA, zur Welt, die während des Zweiten Weltkriegs nach Amerika zurückkehrte. Juristischer Vater Fischers war Reginas deutscher Ehemann Hans-Gerhardt Fischer, den sie 1933 in Moskau geheiratet hatte und von dem sie sich 1945 scheiden ließ. Nach Spekulationen, die sich auf Berichte des FBI stützen, kann dieser aber nicht Fischers biologischer Vater sein. Letzteres war möglicherweise der ungarische Physiker Paul Neményi, der in der Zeit vorFischers Geburt eine enge Beziehung mit Regina Fischer hatte und ihr später regelmäßig Geld überwies. Fischer erlernte die Regeln des Schachspiels im Alter von sechs Jahren und hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt im Jahre 1955 bei den Jugendmeisterschaften der USA. Der Psychiater und ehemalige Weltklassespieler Reuben Fine, der Fischer in dieser Zeit kennenlernte, attestierte ihm später schwerwiegende, aus familiären Konflikten resultierende psychische Probleme, die zu Verhaltensauffälligkeiten führten. Sein Biograf David Edmonds meint, Fischer habe als Kind deutliche Merkmale des Asperger-Syndroms gezeigt. Im Jahre 1958 erlangte Fischer den Titel eines Großmeisters. Im selben Jahr brach er im Alter von 15 Jahren seine von ihm als nutzlos empfundene Schulausbildung an der Erasmus High School in Brooklyn ab, um sich ganz dem Schach zu widmen. Bereits als Dreizehnjähriger wurde er der Schachöffentlichkeit durch die sogenannte Partie des Jahrhunderts (Donald Byrne gegen Fischer) bekannt. Im Alter von 14 Jahren war Fischer das erste Mal US-Champion – der bis dahin jüngste überhaupt. Zwischen 1957 und 1966 gewann er achtmal in Folge die amerikanische Meisterschaft, 1964 gelang es ihm sogar, alle Partien zu gewinnen. (Score: 11-0-0). Den Titel des Schachweltmeisters eroberte Fischer 1972 in Reykjavík in einem legendären Wettkampf gegen Boris Spasski. Obwohl der Zweikampf wegen Fischersexzentrischen Verhaltens mehrfach kurz vor dem Scheitern stand und Fischer sogar eine Partie kampflos verlor, gewann er schließlich nach 21 Partien mit 12½ : 8½. Fischers Triumph löste einen Schachboom aus, nicht zuletzt in den Vereinigten Staaten. Trotzdem wies er alle Angebote ab, an Turnieren oder öffentlichen Schaukämpfen teilzunehmen. Im Jahr 1974 verbreiteten sich die Gerüchte, er werde seinen Titel nicht verteidigen. Als Anatoli Karpow als Gewinner der Kandidatenwettkämpfe feststand, veröffentlichte Fischer einen 179 Punkte umfassenden Forderungskatalog. Um das Titelmatch 1975 zu ermöglichen, akzeptierte die FIDE nahezu sämtliche Bedingungen. Umstritten blieb jedoch Fischers Verlangen, den geplanten Wettkampf auf zehn Gewinnpartien auszulegen; beim Stand von 9:9 sollte der Weltmeister zudem seinen Titel behalten dürfen. Da Remispartien nicht gezählt werden sollten, wäre die Dauer eines solchen Wettkampfs letztlich unabsehbar gewesen. Als klar war, dass diese Forderung nicht erfüllt werden würde, zerschlugen sich die Verhandlungen endgültig, sodass der Weltschachbund FIDE Fischer den Titel des Weltmeisters am 3. April 1975 aberkannte und Karpow ohne einen Weltmeisterschaftskampf neuer Weltmeister wurde. Den letzten öffentlichen Auftritt seiner Schachkarriere hatte Fischer 1992, als er in Jugoslawien während des Bosnienkriegs unter großem Medieninteresse einen Wettkampf gegen seinen alten Rivalen Boris Spassky mit 17,5:12,5 gewann. Hier Partie 1 und Partie 2

zurück

 

 

 

DJK - Immer der richtige Partner an Ihrer Seite!